Metzgerei David

Für manche Menschen scheint es vielleicht untypisch, dass ein 18-jähriges Mädchen nichts mit dem Vegan- oder Vegetarisch-Trend anfangen kann. Vegetarisch oder vegan sein wäre für mich einfach keine Option, denn ich bin nun mal ein Mensch, der sehr gerne Fleisch isst. Es muss nicht jeden Tag in der Woche sein, aber wenn, dann muss es qualitativ hochwertiges und gutes Fleisch sein. Fleisch aus Massentierhaltung kommt mir nicht auf den Tisch. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass das Rind, Schwein, Kalb, Huhn oder Kalb ein gutes Leben hatte, bevor es bei mir in der Küche landet. Wenn es nur noch Massentierhaltung geben würde und wir keine ehrlich Metzger mehr hätten, die sich damit beschäftigen, wo ihr Fleisch herkommt, wie zum Beispiel die Metzgerei David, dann wäre ich sicherlich auch Vegetarierin.

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Die Metzgerei David kennen wir von einem Freund, dessen Lebensaufgabe es ist, das beste Fleisch mit der dazugehörige Zubereitung herzustellen. Nach meiner Fuß-Op war ich natürlich relativ schlecht gelaunt und sah aus wie ein Geist. Da meine Mutter mir etwas Gutes tun wollte, sind wir auf dem Heimweg vom Krankenhaus zur Metzgerei gefahren und siehe da, allein schon der Geruch der Metzgerei hatte in mir neue Lebensgeister geweckt.

Die Metzgerei David liegt in Worms und ist, wie oben schon erwähnt, eine der wenigen Metzgereien, die genau weiß, wo ihr Fleisch herkommt, denn man steht so zusagen immer im Kontakt mit den Bauern. Als wäre das nicht schon genug, ist die gesamte Wurst ebenfalls selbst gemacht.

Wir produzieren nur, was wir zu 100% können
— Herr David

Die saubere Verarbeitung und die Zubereitung von Wurst und Fleisch wurden von Generation zu Generation im Familienbetrieb weiter gegeben. Das Fleisch für die Wurst kommt von regionalen Tieren, bei der Zubereitung wird auf jedmögliche Ergänzungsmittel verzichtet (z.B Glutamat). Auch die Salami werden nicht wie so oft mit Schnellreifemittel gereift sondern mit einem Naturreifeverfahren zum perfekten Endprodukt zubereitet. Aber nicht nur die Wurst überzeugt - auch das Fleisch hat eine Qualität, die man selten bekommt, und bevor ichs vergesse: die dry aged Schränke sind faszinierend.  

Samstags gibt es den sogenannten "Big Butcher Day" in der Hall of Beef. Dort werden dann ganze Stücke Fleisch verkauft. Das heißt auf manche Stücke gibt es bis zu 20-30 % Rabatt, da der Metzger weniger Abschnitte hat und die Stücke nicht zuschneiden muss, denn dafür ist jeder Fleischliebhaber am Big Butcher Day selbst verantwortlich.  Für mich ist diese Metzgerei ein einziger Traum und jeder, der gerne wissen möchte, wo das Fleisch herkommt, gerne eine sehr hochwertige Qualität möchte und sich einfach gerne mit Cuts beschäftigt, für den ist sie genau das RICHTIGE.

Grauburgunder -S-

Nach dem Startschuss für den Herbst 2018 melde auch ich mich wieder mit dem nächsten Wein. Am 28. Oktober wurde die neue Deutsche Weinkönigin 2018/19 gewählt; sie kommt aus Württemberg und heißt Carolin Klöckner. Die Prinzessinnen sind Inga Storck aus der Pfalz und Klara Zehnder aus Franken.

Bezüglich dieses aktuellen Themas musste ich sofort an mein Nachbardorf Oberhausen denken, da Katharina Staab, die letzte Deutsche Weinkönigin, dort aufgewachsen ist und ich ihren Majestätenwein als ideal erachte!

Ideal weil der Grauburgunder-S- bereits beim Einschenken mit seiner blass-gelben Farbe Vorfreude bereitet, genau wie das gehaltvolle Bukett.

Im Mund begeistert dieser trockene Tropfen mit einer sowohl strukturierten als auch eleganten Note. Die mineralisch, nussige Würze, die an Trockenfrucht erinnert, ist zurückzuführen auf seine begünstigte Lage im Oberhäuser Leistenberg. Der Boden ist geprägt von Schiefer, welcher über Tag die Wärme speichert und somit den Reifeprozess der Trauben fördert.

Ich genieße diese Besonderheit vor allem an einem kühlen Herbsttag am liebsten zu Wild oder einem gereiften Weichkäse. Diese Kombination kann ich nur empfehlen!

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Weinlese 18

Auch die diesjährige Weinlese ist mit viel Freude auf den nächsten Jahrgang verbunden. Die Trauben sind super gesund und vollreif - ich würde sagen “Traumherbst”!

Gazpacho

Kennt ihr das, wenn man vor lauter Hitze im Sommer kaum Hunger hat? Aber trotz der heißen Temperaturen sollte man nicht mit leerem Magen schlafen gehen, denn dann wird man am nächsten Morgen von seinem Appetit erschlagen. Ich persönlich esse dann gerne etwas kaltes wie ein Ceviche oder eine Gazpacho. Heute gibt es die ganz traditionelle Gazpacho, welche hauptsächlich aus Tomaten besteht.  

Die Gazpacho ist eine kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse. Sie stammt ursprünglich aus Andalusien, Südspanien und der Algarve, Portugal. Die klassische Gazpacho besteht aus Tomaten, Paprika, Gurke Staudensellerie und Weißbrot. Hierbei dient das Weißbrot als Emulgator, welcher die Suppe zu einer flüssigen bis sämigen Suppe macht. Mittlerweile gibt es Gazpacho-Rezepte aus so ziemlich allen Zutaten wie zum Beispiel Wassermelone, Gurke, Apfel und Nektarine.

Ich lasse das Weißbrot immer weg, weil ich es einfach nicht als Bindemittel in der Suppe mag und mir die Konsistenz auch ohne Weißbrot gefällt. Bei mir kommt das Weißbrot dann lieber kross mit Rosmarin und Knoblauch angebraten als Topping auf die Suppe. 

Für die Vinaigrette:

  • 40g Salatgurke
  • 40g rote Paprika
  • 40g staudensellerie
  • 6 El Olivenöl
  • 2 El Weißweinessig
  • Pfeffer, Salz, Zucker 

Zutaten: 

  • 80g Zwiebeln 
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika 
  • 80g Staudensellerie 
  • 200g Salatgurke
  • 1 rote Chilischote
  • 500g Strauchtomaten
  • 4 Stiele Basilikum 
  • 4 El Olivenöl 
  • 2 El Weißweinessig 
  • Salz, Pfeffer, Zucker 
  • 1 El Tomatenmark 
  • 100 ml Gemüsefond

Zubereitung:

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob schneiden. Die Paprika vom Strunk entfernen und die Kerne ausspülen. Den Staudensellerie sowie die Gurke schälen. Die Chilis längs halbieren und die Kerne entfernen. Die Tomaten überkreuz einschneiden und für 10 Sekunden blanchieren, abschrecken und häuten. Die Tomaten vierteln, entkernen und den Blütenansatz entfernen. Die Basilikumblätter vom Stiel abzupfen.
  2. Zwiebeln, Knoblauch, Paprika, Sellerie, Gurke, Chili, Tomaten und Basilikum in eine Schüssel geben, mit Öl, Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Alle Zutaten mit Tomatenmark und Fond, in einem Küchenmixer fein pürieren. Macht es am Besten in zwei Fuhren. Eventuell leicht nachwürzen. 
  3. Wenn ihr einen Entsafter habt ( am besten ein Slow Juicer) könnt ihr das Smoothie Sieb einsetzten und alles einmal durch den Entsafter jagen. Hierfür müsst ihr die Tomaten nicht von Kernen und Haut befreien. Des Weiteren müsst ihr den Sellerie, die Gurke und das Basilikum nicht schälen oder von dem Stiel befreien. Die Paprika sowie die Chili, Zwiebel und Knoblauch müssen trotzdem von der Haut entfernt werden. Wenn ihr das Gemüse entsaftet, müsst ihr es zum Schluss nochmal mit Fond und Tomatenmark vermischen und natürlich abschmecken.  Die Suppe über Nacht kaltstellen. 
  4. Am nächsten Tag die Suppe nochmal durchrühren und falls nötig abschmecken. Für die Vinaigrette das Gemüse falls nötig putzen und schälen. Danach alles in feine Würfel schneiden und mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken. 
  5. Die Suppe in Schalen verteilen und mit der Vinaigrette topen. Falls euch ein Topping nicht reicht, Croutons sowie in Butter und Knoblauch gebratene Garnelen passen super zur Gazpacho.

Aquavit Lachsforelle mit Rote-Beete-Gelee

Ich bin ein absoluter Fisch-Fan! Dabei ist es mir ganz egal, ob er roh ist, gebraten oder gedämpft wurde. Außerdem kann man mit Fisch, gerade im rohem Zustand, wirklich viel anstellen, sei es ein Carpaccio, ein Ceviche, ein Tartar oder eine Beize. Vor langer Zeit habe ich euch ja bereits den Lachs mit Ginbeize vorgestellt. Heute folgt ein weiteres Lachs-Rezept, diesmal aber ganz anders, nämlich mit Aqua Mit und rote Beete gebeizt. Dadurch bekommt er eine ähnliche Konsistenz wie ein wachsweiches Ei. Aber nicht nur Konsistenz und Geschmack überzeugen, sondern auch die Farbe.


Bevor man anfängt zu Kochen braucht man natürliche das perfekte Produkt. Man kann so gut Kochen wie man möchte - wenn das Produkt nichts taugt, kann auch der beste Koch nichts daraus machen. Gerade bei Fisch ist die Qualität enorm wichtig. Die Qualität eines Fisches kann man immer an Augen, Schuppenkleid, Kiemen und Geruch erkennen. Wenn sich der Fisch dann auch noch in einer Totenstarre befindet, könnt ihr euch sicher sein, das der Fisch noch nicht lange tot ist. Die Augen sollten klar sein und keine trübe Schicht haben. Das Schuppenkleid sollte glänzen und von einer leichten Schleimschicht überzogen sein. Die Kiemen sind idealerweise noch schön rot und nicht verschleimt. Zu guter Letzt: Ein frischer Fisch riecht eigentlich nach nichts, man hat nur einen leichten Geruch von Meer in der Nase.

Falls ihr vorher noch keinen rohen Fisch filetiert habt hier eine kurze und knappe Anleitung:

Um den Fisch zu filetieren schneidet man zuerst mit einer Schere die Bauch und Rückenflosse ab. Danach setzt man einen Schnitt direkt hinter den Kiemen und entlang der Rückengrete. Im nächsten Schritt wird dann der Kopf abgetrennt. Daraufhin geht man mit dem Messer knapp über dem Gretenkleid entlang, um das Filet rauszuschneiden. Sobald man das erste Filet herausgelöst hat, sollte man das Skelett vom anderen Filet abziehen können. Als vorletzten Schritt entfernt man nun die Haut des Fisches sowie überschüssiges Fett. Zu guter Letzt müssen dann noch die Filets von hartnäckigen Greten entfernen.

Ich persönlich hole meine Lachsforelle, Regenbogenforelle, Forelle oder einen Aal im Wispertal. Entweder frisch oder geräuchert. Dort werden die Fische artgerecht und in Teichen von der Wisper großgezogen. Sie werden dort in Wintermonaten kaum gefüttert, weshalb es bis zu 2 Jahre dauert, bis eine Forelle ihren perfekten Status erreicht hat. An den beiden Zuchthöfen ist direkt ein Verkauf angeschlossen. Man kann mit dem Verkäufer an die Forellenteiche gehen und dabei zuschauen, wie die Forelle gefangen und im Nachhinein "getötet" wird. Natürlich kann man  auch bereits fertige Filets kaufen, egal ob fangfrisch oder geräuchert. Der Weg ins Wispertal lohnt sich - es ist super interessant zu sehen, wie die Fische gehalten und behandelt werden. Des Weiteren hatte ich noch nie einen fangfrischeren Fisch in einer so hohen Qualität unterm Messer.

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Für die Meerrettich Sahne: 

  • 250 ml Sahne 
  • 80-90 g frischen Meerettich je nach Intensität 
  • Pfeffer, Salz 

Außerdem: 

  • Baguette 
  • Dill oder Scarlet Kresse von Koppert Cress

Zutaten:

Für die Lachsforelle:

  • 200 g säuerliche Äpfel 
  • 80 g frischer Meerettich 
  • 720 g eingelegte Rote Beete (am besten selbst eingelegt)
  • 100 ml Aquavit 
  • 2 El Koriandersamen 
  • 2 El schwarze Pfefferkörner 
  • 90 g Zucker
  • 90 g Salz 
  • 800 g Lachsforelle

Für das Gelee:

  • 1 Bio Zitrone
  • 100 ml Rote-Bete-Saft 
  • 80 ml Apfelsaft klar
  • 20 ml Aquavit
  • 110 g Gelierzucker

Zubereitung:

  1. Am Vortag Äpfel und Meerrettich schälen und grob zerkleinern. Mit der Roten Beete und dem Aquavit in einem Mixer fein zerkleinern. Koriander in einer Pfanne ohne Fett erhitzen, danach zusammen mit dem Pfeffer im Mörser zerstoßen. Die zerstoßenen Gewürze mit Salz und Zucker mischen. Falls ihr keine Fischfilets gekauft habt, müsst ihr den Fisch natürlich noch zerlegen. Dies funktioniert sehr gut mit dem Red Spirit Messer von Dick, da es super flexibel ist und man damit sehr gut an den Greten vorbei schneiden kann. Die Fischfilets kalt abbrausen, gut trocken tupfen und dann mit der Gewürzmsichung von beiden Seiten bestreuen. 
  2. Die Hälfte der Rote-Beete-Mischung in einem flachen Behälter verteilen. Die Lachsforelle hineinlegen und den Rest der Rote-Beete-Mischung darauf verteilen. Zugedeckt etwa 24 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. 
  3. Zitronenschale abreiben und im Nachhinein den Saft auspressen. Rote-Beete und Apfelsaft, Zitronenschale, Saft, Aquavit und Gelierzucker unterrühren und 3 Minuten kochen lassen. In einen flachen Behälter gießen und auskühlen lassen.
  4. Am folgendem Tag den Meerrettich und die Sahne zusammen mit Pfeffer und Salz in einen Isi mit zwei Patronen zur Sahne machen. Falls ihr keinen Isi besitzt, schlagt ihr sie ganz einfach in einer Küchenmaschine auf.
  5. Das Baguette in dünne Streifen schneiden und unter dem Grill im Ofen zu Chips backen. Bleibt am besten daneben stehen, das geht sehr schnell! Den Fisch von der Marinade befreien und in dünne Scheiben schneiden. Das Gelee aus der Kühlung holen und rund ausstechen. Alles zusammen mit Meerrettich-Sahne, Brotchips und Dill oder Kresse auf einem Teller anrichten.

Tomatentarte mit Kräuteröl

Man findet auf den Märkten endlich wieder regionale Tomaten in jeder möglichen Form, Farbe und Größe. Natürlich sind es dennoch nicht die gleichen Tomaten, wie wir sie aus Spanien oder Italien kennen, aber es sind die einzig regionalen Tomaten, die man das ganze Jahr über bekommen kann. Sie sind endlich mal nicht mehlig sondern schön knackig, und wenn man in sie hineinbeißt, schmeckt es dann auch richtig lecker und frisch. Da meine Mama und ich regelmäßig auf dem Markt sind in einen Kaufrausch verfallen und Alles in den Korb wandert, was uns gerade anlacht, haben wir bei den Tomaten richtig zu geschlagen. Zuhause angekommen war dann die Frage: Was machen wir nun mit den ganzen Tomaten? Verarbeiten wir sie zu einer Gazpacho oder machen wir ganz unspektakulär einen Salat oder Caprese ? Die Antwort ist: Nein, dieses Mal nicht! Ich habe mir den Großteil der Tomaten geschnappt und eine Tomatentarte gebacken, und da wir zufälligerweise noch den ein oder anderen Bund Basilikum hatten, habe ich kurzerhand ein frisches Öl gezaubert, um der Tarte noch mehr Frische zu verleihen.

Zutaten für die Tarte:

  • Tarteteig von der Mangotarte (die Mandeln werden durch Parmesan ersetzt)
  • 600-700 g Tomaten in verschiedenen Farben, Sorten und Größen
  •  260 g Frischkäse
  • 50 g Creme Fraiche 
  • 1 Ei 
  • Pfeffer, Chilisalz von Saldoro

Zutaten für das Basilikumöl

  • 20g Rucola
  • 100-150 g Basilikum 
  • 250 ml Rapsöl

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180° vorheizen. Den Teig wie bei meinem Eintrag "Mangotarte" zubereiten. Denkt dran, die Mandeln durch Parmesan zu ersetzen. Den Teig ausrollen, in die Form legen und mit einer Gabel einstechen. Den Teig fürs Blindbacken vorbereiten und 15 Minuten in den Ofen schieben.
  2. In der zwischen Zeit Creme Fraiche, Frischkäse und Ei glatt rühren und mit Pfeffer und Chilisalz würzen. Die Tomaten in dünne Scheiben schneiden. Nach 15 Minuten den Teig aus dem Ofen holen, Backpapier und Linsen entfernen. Die Creme gleichmäßig auf dem Teig verteilen, mit den Tomaten genauso verfahren. Die Tarte wieder zurück in den Ofen geben und weitere 15 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit (ca. 2 Minuten) die Tomaten mit Puderzucker bestäuben und den Ofen auf Grillmodus umschalten. 
  3. Für das Öl Basilikum, Rucola und Öl zusammen in den Mixer geben und für 10 Minuten mixen. Die Kräuter sollten fast komplett in das Öl eingearbeitet sein. Das Öl aus dem Mixer durch ein feines Sieb in einen sterilen Behälter füllen.
  4. Die Tarte aus dem Ofen holen und in der Form abkühlen lassen. Die Tarte aus der Form holen und auf ein Teller stellen. Ein Stück Tarte jeweils mit etwas Basilikumöl anrichten und genießen.  

 

 

Handwerk

Julia Bertram arbeitet in dem Familienweingut in Dernau an der Ahr, welches ihre Mutter und Tante in 4. Generation leiten. Nach ihrem Weinbau und Oenologiestudium in Geisenheim, präsentierte sie 2012/2013 als Deutsche Weinkönigin den Deutschen Wein rund um die Welt.        Nicht nur als Deutsche Weinkönigin überzeugte sie, sondern auch seit 2014 mit ihrer eigenen Weinlinie. Ihr Steckenpferd ist der Burgunder, wie der "Handwerk-Blanc de Noir".

Blanc de Noir ist ein Weißwein, welcher aus den roten Trauben des Spätburgunders gekeltert wird. Dieser wird nach der Lese möglichst schnell gepresst, damit der Farbstoff der Schale nicht in den Most gelangt.

Der "Handwerk- Blanc de Noir" spiegelt genau Julia Bertrams Stil wieder: "mineralisch, fest und elegant". Schon in der Nase mineralisch und ein Duft nach roten Beeren, wie die Johannisbeere, gibt einen Einblick, wie charakterstark der Wein ist. Genau das beweist er dann auch geschmacklich. Die langanhaltende Frucht und das Zusammenspiel der Säure und Mineralität zeigen, wie elegant und lebendig zugleich der Blanc de Noir sein kann.

Passend dazu waren Juliette und ich in Straßburg und haben uns dort mit Käse und Salami ausgestattet. Besonders angetan hat es uns der 36 Monate alte Comté , der durch das Salzige den Wein super ergänzt. Außerdem darf dazu die Wildschweinsalami von "Le goût du terroir" nicht fehlen.

 

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Glasnudelsalat mit Tunfisch-Tataki

Passend zu dem Riesling Kabinett vom Weingut Jakob Schneider, welches Lea euch vor Kurzem vorgestellt hat, serviere ich euch einen leckeren Asiasalat mit Tunfisch-Tataki. Wie Lea im vorherigen Post schon erwähnt hat, ist der Riesling ein super Begleiter für pikante Gerichte der asiatischen Küche, da er durch seinen süß-sauren Geschmack perfekt mit der Schärfe der asiatischen Küche harmoniert und ein asiatisches Gericht vollendet. 

Aber was ist eigentlich ein Tataki? 

Tataki beschreibt eine japanische Zubereitungsform von Fisch, welche aber seit Kurzem auch an Fleisch angewendet wird. Dabei brät man das Fleisch- oder Fischfilet ( in diesem Fall Tunfisch) kurz und mit voller Hitze von allen Seiten kross an. Daraufhin wird es in Eiswasser abgekühlt. Somit wird der Garprozess unterbrochen und das Filet zieht nicht mehr nach. Das Ergebnis ist eine krosse Kruste und ein roher Kern. Nach dem Abkühlen wird Fisch oder Fleisch dann durch Gewürze oft noch aufgepimpt. 

Ich habe in diesem Gericht den Tunfisch direkt nach dem Abkühlen in einem Mix aus schwarzem und weißem Sesamöl gewendet. Falls der Semsam nicht hält, den Fisch vorher ganz leicht mit Wasabi einreiben. Im Nachhinein habe ich mir überlegt, dass der Fisch bestimmt nochmal besser schmeckt, wenn man ihn anstatt in zweierlei Sesamsamen in Furikake wendet. Ich werde es beim nächsten Mal ausprobieren und euch berichten, welche Kombination für mich eine größere Geschmacksexplosion verursacht hat. 

Zutaten:

  • 400g Tunfischfilet
  • Erdnussöl
  • 250g Glasnudeln 
  • 1 Bund Koriander 
  • 1 Gurke 
  • 2 Paprikas
  • ein daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1 Päckchen Zuckerschoten
  • 200g Sojasprossen
  • 3 Karotten   
  • 2 Frühlingszwiebeln 
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 5-6 El Sojasoße 
  • 4 Spritzer Fischsauce 
  • 1 El Austernsoße 
  • 1 El Mirin
  • 2 El Sake 
  • Schwarzen und Weißen Sesam
  • 1-2 Limetten

Zubereitung:

  1. Paprika und Gurke abwaschen und in gleich große Würfel teilen. Die Karotten schälen und raspeln. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Einen Topf mit Wasser erhitzen und die Zuckerschoten blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und ebenfalls in Stücke schneiden. Alles zusammen in eine große Schüssel geben.
  2. Ingwer, Zitronengras, Knoblauch und die Chilis in feine Stücke schneiden. Wenn ihr es nicht so scharf mögt die Kerne und den weißfleischigen Teil der Chilischote entfernen. Die Nudeln nach der Packungsanleitung kochen. In der Zwischenzeit den Koriander fein hacken. Die Nudeln, Sojasprossen, Ingwer, Zitronengras und Chilis zu dem restlichen Gemüse hinzugeben, alles gut vermengen. Die Würzsoßen über den Salat geben, alles gründlich durchmengen und für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Probiert den Salat nach 10 Minuten nochmal und würzt falls nötig nach.
  3. Eine Pfanne mit etwas Erdnussöl stark erhitzen. Den Tunfisch in die Pfanne geben und von allen Seiten scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und mit Eiswasser abkühlen. Schwarzes und weißes Sesamöl vermischen, den Tunfisch darin wälzen. Mit einem scharfen Messer in Tranchen schneiden. 
  4. Den Salat auf den Tellern verteilen. Die Limetten vierteln und als Finish über den Salat träufeln. Die Tunfisch-Tranchen auf dem Salat drapieren und alles mit Koriander garnieren. 

gegrillter Schweinebauch

Irgendwie habe ich mich noch nie an einen Schweinebauch getraut - warum genau kann ich gar nicht sagen. Vor zwei Wochen war es aber dann endlich soweit! Fritz ist zu unserem Hausmetzger gefahren und hat 5kg Schweinebauch gekauft. 

Den Schweinebauch hab ich dann erstmal in der Mitte zerteilt, damit, falls irgendetwas schief geht, nicht gleich der ganze Schweinebauch futsch ist. Die eine Hälfte habe ich dann vakuumiert und fürs nächste Mal eingefroren. Die andere Hälfte habe ich mariniert und über Nacht ziehen lassen, bevor er dann am nächsten Tag auf dem Grill gelandet ist. 

Ich kann jetzt schon mit Sicherheit sagen, dass ich bei der zweiten Hälfte einiges ändern werde. Zum Beispiel werde ich den Schweinebauch beim nächsten Mal bei 40° Sous Vide für 8 Stunden vorgaren, bevor er dann für den letzten Schliff auf den Grill kommt, denn dann ist das Fett einwenig ausgelacht und das Fleisch wird auf dem Grill schön kross.

Als Beilage kommt so ziemlich alles in Frage - egal ob Süßkartoffelpommes, Kartoffelgratin, Brot, jedmögliche Art von gegrilltem Gemüse oder ein frischer Salat. Man kann wirklich alles dazu essen.Natürlich kann man die Marinaden und Lacke ebenfalls immer variieren, von daher:  Lasst eurer Kreativität freien Lauf. 

Zutaten:

  • 2 kg Schweinebauch
  • Cherry Chiptole Rub von Ankerkraut 
  • Sake 
  • Süße Sojasoße
  • Sojasoße
  • 1 TL Chiliflocken
  • ein ca. daumendickes Stück Ingwer 
  • 2 Knoblauchzehen 

Zubereitung:

  1. Am Vortag den Schweinebauch abwaschen und trocken tupfen. Dann die Schwarte rautenförmig einritzen. Das Fleisch erst etwas einölen und mit der Cherry Chiptole Marinade von Ankerkraut marinieren. Die Schwarte ordentlich einsalzen. Den Bauch vakuumieren und über Nacht ziehen lassen. 
  2. Am nächsten Tag: den Grill vorheizen, den Bauch auf der indirekten Hitze garen, er braucht an der dicksten stelle ungefähr 58°. Ihr könnt, wenn ihr wollt, die Kohle mit Holz spicken.
  3. In der Zwischenzeit den Ingwer schälen und fein reiben, die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Sake, süße Sojasoße, Sojasoße, Teriyakisoße, Knoblauch, Chili und Ingwer zu einem Lack zusammen mischen. Auch hier braucht jeder wieder seine eigene Mischung. 
  4. Wenn der Bauch ungefähr 45° erreicht hat immer wieder von allen Seiten mit dem Lack bepinseln, bevor dann am Ende die Schwarte auf der direkten Hitze kross angegrillt wird.. 

Ich mag es am liebsten, wenn die Schwarte richtig knusprig ist, fast genau so wie Chips - einfach ein Traum.

Wochenspiegel

Ein unbeschreibliches Gefühl: Sich selbst in einer Zeitung sehen - und dann auch noch auf der Titelseite! 

Ich war sehr nervös und gespannt, bevor der Artikel über mich und meinen Kochblog im Wochenspiegel Bad Kreuznach erschienen ist. Doch als er dann endlich rausgegeben war, konnte ich wieder auf atmen und war sogar ein bisschen stolz. Ich selbst war zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung garnicht im Lande, sondern in Santa Barbara, Kalifornien. Deshalb habe ich von dem ganzen Trubel in der Heimat nicht viel mitbekommen. Irgendwann ist nur beinahe mein Handy aufgrund der vielen Nachrichten und Glückwünsche explodiert, insbesondere auf Facebook. Ich bedanke mich auf alle Fälle ganz herzlich beim Wochenspiegel für diesen tollen Bericht und auch bei Kai Brückner für den tollen Zweitbericht auf seinem Blog "Moderne Topfologie"  https://modernetopfologie.blogspot.com/2018/07/Juliette-von-Cut-and-Boil.html

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Zu dem Artikel kann ich nur sagen, dass er zu 100% mich, Juliette, widerspiegelt und ich hoffe, dass meine kurz- und langfristigen Ziele alle in Erfüllung gehen. An zwei Zielen arbeite ich jetzt schon länger, eines davon ist die Vorstellung passender Weine zu meinen Gerichten. Der erste Wein ist schon vorgestellt und bald folgt der Zweite. Mit dem stetigen Posten habe ich immer noch so meine Probleme. Wenn ein Blogger einen Tipp parat hat, durch welche Mittel ich eine Stetigkeit in meinem Blog bringen kann, freue ich mich sehr über Ideen und Ratschläge. Auch wenn mir das Bloggen großen Spaß macht habe ich auch gelernt, dass es viel Zeit und Energie kostet, regelmäßig und konstant etwas auf meinem Blog zu posten.  Aber im Großen und Ganzen bin ich richtig zufrieden mit meinem Blog und, wie ich dem Feedback entnehmen kann, ihr auch. Jetzt muss nur noch meine Followerzahl stetig steigen und dann ist alles super : ) . 

"Der Starter"

An der Jahrgangspräsentation des Weingutes Jakob Schneider kamen Juliette und ich auf die Idee des "neuen Projektes". Und genau deshalb starte ich das Projekt mit einem unserer Favoriten von Jakob Schneider.

Das Weingut Schneider liegt in dem kleinen und doch idyllischen Weindorf Niederhausen, welches sich seit 1901 vollständig auf den Wein konzentriert. Die Leidenschaft zu diesem Produkt erkennt man bei allen drei Generationen, die Hand in Hand im Weingut und Weinberg zusammenarbeiten. Die wohl größte Leidenschaft der Familie Schneider -der Riesling!- Denn dieser wird hier zu 85 Prozent angebaut. 

Einen davon stellen wir euch heute vor.

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Der Riesling Kabinett Niederhäuser Klamm, wird wie der Name schon sagt, in einer der Steillagen Jakob Schneiders der Niederhäuser Klamm angebaut, in der der Boden geprägt ist von Porphyr-Gestein. In diesem Jahr überzeugt er mich mit einer präsenten Sponti-Note, welche Weine facettenreich und zu dem lange lagerfähig macht. Daher sticht eine exotische und saftige Frucht in der Nase und am Gaumen hervor, welche ebenso für die Lage spricht. Zudem macht die harmonische Säure, der geringe Alkoholanteil und der Ausbau im Holzfass die Niederhäuser Klamm zu einem charaktervollen Wein, welcher sehr spannend sein kann.

Der Riesling Kabinett Niederhäuser Klamm wird durch sein Süße- und Säure-Spiel ein guter Begleiter zur asiatischen Küche mit schärfe und pikanter Würze. Aber auch nur ein Gläschen an einem schönen Sommerabend wird zu einem echten Genuss!